Home Die große Reise Riesige Palmen, Wandern und Kaffee in Salento und Valle de Cocora

Riesige Palmen, Wandern und Kaffee in Salento und Valle de Cocora

by Chris

Der verschlafene kleine Ort Salento liegt mitten in der Kaffeezone in Kolumbien und bietet das ideale Sprungbrett, um bei einer Wanderung die gigantischen Wachspalmen im Valle de Cocora zu besuchen. In unserem Reisebericht zu Salento verraten wir dir alles für deinen eigenen Ausflug ins Valle de Cocora, welches Hostel wir in Salento empfehlen und was die besten Restaurants in Salento sind.

Außerdem geben wir dir natürlich alle Tipps für eine Wanderung auf eigene Faust durch das Valle de Cocora und zu den riesigen Palmen. 

Das Titelbild zum Artikel Riesige Palmen, Wandern und Kaffee in Salento und im Valle de Cocora ohne Schrift


Sehenswürdigkeiten in Salento

Irgendwie scheinen die Kolumbianer bunte Städte zu mögen. Nach Guatapé und Raquira fanden wir in Salento erneut eine enorme Farbenpracht an den Häuserwänden wieder. Und es sieht ja auch verdammt gut aus! Alleine das Wandeln durch die Gassen des bunten Städtchens macht gute Laune.

Eine bunte Straße in Salento

Besonders fotogen ist der großzügige Platz, von dem auch die meisten Busse sowie die Jeeps ins Valle de Cocora abfahren. Mittig auf dem Platz liegt eine von Palmen gesäumte Wohlfühloase, in der man den ganzen Trubel um sich herum vergessen und einfach mal abschalten kann. Die über den Häuserdächern emporragenden Berggipfel der Kaffeezone verleihen der Szenerie etwas Spektakuläres.

Der entspannte Plaza de Mayor in Salento

Einige mühsame Treppenstufen entfernt liegt ein Aussichtspunkt, von dem man einen traumhaften Überblick über Salento und die umliegende Landschaft hat. Für die Kinder unter euch gibt es sogar eine Schaukel, von der man fast bis ins Tal springen kann 😉

Eine Schaukel mit Blick über Salento

Ansonsten geht es in Salento eher verschlafen zu. Die wahre Attraktion, zumindest für uns, war der Ausflug in das Valle de Cocora. Außerdem ist Salento auch für den Kaffeeanbau bekannt. Zahlreiche Touren zu Kaffefincas kann man dort unternehmen. Da wir in Minca aber schon auf eigene Faust eine Kaffeefinca besuchten, verzichteten wir darauf in Salento. 


Das Hostel La Floresta in Salento

Ein bisschen außerhalb vom Ortskern liegt das Hostel La Floresta*, das zwar vielen Reisenden gleichzeitig Unterschlupf bietet, aber aufgrund der verwinkelten Architektur und des riesigen Gartens nie voll oder laut wirkt.

Das Hostal La Floresta in Salento

Es gibt gleich zwei vollausgestattete Küchen, so dass ihr euch stets eure eigenen Mahlzeiten zubereiten könnt. Eine Runde Entspannung findet ihr in den zahlreichen Hängematten im Garten und damit ihr wieder wach werdet, gibt es den ganzen Tag kostenlosen Kaffee. Wie sollte es auch anders sein in einem Hostel inmitten der Kaffeezone in Kolumbien?!

Wir haben uns im Hostel vollkommen wohlgefühlt und können es als eine günstige Alternative in Salento voll und ganz empfehlen. 

Checke hier die Preise für das La Floresta Boutique Hostel*. 


Restaurants in Salento

Verpasst auf gar keinen Fall ein Menu del Día im Restaurant La Gata Carola! Für 10.000 COP (= 3,00 €) bekommt ihr ein kolumbianisches Mittagsmenu, das durch Geschmack und Kreativität besticht. Dazu gibt es leckere Säfte sowie einen Nachtisch und die Bedienung ist überaus freundlich. Das kleine Restaurant ist etwas abseits des Trubels in einer Seitenstraße und ein echter Geheimtipp für Salento. 

Ein buntes Haus in Salento

Im Restaurant El Rincon de Lucy geben sich vor allem die Kolumbianer die Klinke in die Hand. Das recht trockene Frühstück (Reis, Bohnen, Eier, Brot und frittiertes Etwas) ist für europäische Gaumen sicherlich gewöhnungsbedürftig. Dafür erhält man aber für 6.000 COP (= 1,70 €) ein Frühstück, das für einige Zeit satt macht und authentisch kolumbianisch ist.


Ausflug zu den Wachspalmen im Valle de Cocora

Das Valle de Cocora mit der größten Palmenart der Welt, der Wachspalme (Quindío Palme), ist ein beliebtes Ziel für Touristen in Kolumbien. Die Wachspalme ist den Kolumbianern sogar derart wichtig, dass sie 1985 zum Nationalbaum und Symbol des Landes deklariert wurde. Die gigantischen Palmen können über 60 Meter hoch werden und es ist verboten sie zu fällen. 

Das Valle de Cocora gehört zudem zum Los Nevadas Nationalpark. Wer vom Nationalpark nicht genug bekommen kann, kann auch von den Wanderwegen im Valle de Cocora aus einen längeren Trek durch den Los Nevadas Nationalpark unternehmen. Mehr über den Parque Nacional Natural findest du auf der offiziellen Seite der Nationalparks in Kolumbien. Die Seite ist auf Spanisch, du kannst sie dir aber auch einfach übersetzen lassen. 

Bei einer Wanderung durch das Valle de Cocora habt ihr spektakuläre Aussichten und könnt den riesigen Palmen ganz nahe kommen. 

Eine Wanderung durch das Valle de Cocora

Anfahrt von Salento ins Valle de Cocora

Um von Salento zum Valle de Cocora zu kommen, müsst ihr einen der Jeeps nehmen, die vom Hauptplatz in Salento abfahren. Für die ca. 30-minütige Fahrt zahlt ihr pro Strecke 3.800 COP (= 1,10 €). Fragt am besten in eurem Hostel nach, wann die Jeeps abfahren, denn es gibt zumindest grobe Fahrpläne.

Zurück kommt ihr wieder von dem Parkplatz am Eingang zum Valle de Cocora. Die Jeeps fahren immer dann los, wenn sie voll (oder übervoll) sind. 

Wandern im Valle de Cocora

Im Nebelwald von Santa Elena oder in Panamas Hochland um Boquete haben wir bereits mit anstrengenden und feuchten Wanderungen Kontakt gehabt. Das Wandern im Valle de Cocora ist aber nochmal eine ganz andere Hausnummer. Die über zehn Kilometer lange Wanderung verlangt einem einiges ab. Bringt daher genügend Flüssigkeit und ausreichend Snacks mit.

Wir wanderten auf dem Sender Bosque de Palmas. Da das Valle de Cocora mittlerweile ein beliebter Stopp auf einer Reise durch Kolumbien geworden ist, solltest du am besten früh kommen, um die Natur entspannt genießen zu können. 

Nebelwolken hängen bis ins sattgrüne Valle de Cocora

Zu Beginn eurer Wanderung im Valle de Cocora müsst ihr euch zunächst entscheiden, ob ihr links- oder rechtsrum laufen wollt. Wir machten die Runde gegen den Uhrzeigersinn und sparten uns die beeindruckenden Wachspalmen zum Ende der Wanderung auf. Für die Pflege der Wege zahlten wir eine Gebühr in Höhe von 2.000 COP (= 0,60 €) pro Person.

Da die meisten Menschen ebenfalls gegen den Uhrzeigersinn wandern kann es sich lohnen, gerade wenn man etwas später erst im Valle de Cocora ankommt, in Richtung des Uhrzeigersinns zu wandern.

Die ersten Kilometer geht es durch das sattgrüne Tal, das durch den morgendlichen Nebel besonders mystisch wirkt. Nach einiger Zeit werdet ihr auf einen kleinen Fluss treffen, den ihr auf abenteuerlichen Brücken immer wieder kreuzt.

Bei einer Wanderung durch das Valle de Cocora muss man einige gefährliche Brücken passieren

Das erste Ziel der Wanderung ist das Kolibrireservat Acaime. Gegen eine Eintrittsgebühr von 5.000 COP (= 1,50 €) erhaltet ihr einen starken heißen Kakao mit einem Stück kolumbianischen Käse. Hier gilt es erst mal zu verschnaufen und die zahlreichen Kolibris an der Tränke zu beobachten.

Der Abstecher lohnt sich sehr, denn selten habe ich so viele Kolibris aus nächster Nähe gesehen. Auch die kleine Finca ist ganz nett.

Im Valle de Cocora kann man wunderbar Kolibris in Acaime bewundern

Weiter geht es mit dem anstrengendsten Stück der Wanderung zur Finca La Montaña. Bei der Steigung mussten wir mehr als einmal eine Pause einlegen, aber den anderen Wanderern ging es zum Glück genauso. Außerdem konnten wir in der Ferne immer wieder Hundegebell hören, das unsere Moral nach unserer Erfahrung mit Hunden in Mexiko nicht unbedingt steigen ließ.

Ausblick von der Finca La Montana über das Valle de Cocora

Nichtsdestotrotz schafften wir es bis oben und wurden mit noch mehr Nebel belohnt. Von der Finca La Montaña geht es dann aber immerhin auf einem vernünftigem Weg nur noch talabwärts bis zu den Wachspalmen.

Die Wachspalmen im Valle de Cocora

Das eigentliche Ziel unserer Wanderung im Valle de Cocora waren natürlich die Wachspalmen. Mehr oder weniger beabsichtigt sahen wir diese erst zum Schluss unserer Wanderung und waren einfach begeistert! Diese Demonstration der Natur muss man in echt gesehen haben, um sie zu begreifen.

Chris bestaunt die riesigen Wachspalmen im Valle de Cocora

Die riesigen Palmen können bis zu 60 Meter hoch werden, aber erreichen nur einen Durchmesser von bis zu 40 Zentimetern. Selten haben wir uns kleiner gefühlt, als neben diesen anmutenden Riesen. Der Name der Wachspalme kommt übrigens von der charakteristischen Wachsschicht auf der Rinde.

Marie umarmt eine Wachspalme im Valle de Cocora

Leider wird der Lebensraum der Wachspalmen durch die Landwirtschaft immer kleiner und die übrigen Keimlinge werden größtenteils vom Vieh gefressen, wodurch die Wachspalme heutzutage zu den gefährdeten Arten gehört.

Lohnt sich ein Abstecher ins Valle de Cocora und nach Salento?

Wir waren begeistert vom Valle de Cocora. Die Wanderung ist abwechslungsreich und die ganzen Kolibris und natürlich die Wachspalmen in der sattgrünen Landschaft sind ein echtes Highlight, welches wir nicht missen wollen. Wir können dir nur raten sehr früh zu starten, denn dann hat die ganze Landschaft etwas Magisches. 

Salento alleine lohnt sich unserer Meinung nach aber nicht wirklich, denn dafür gibt es einfach, abgesehen vom wirklich sehr hübschen Städtchen, zu wenig zu tun. 

Wir finden, dass man in der Kaffezone nochmal eine neue Facette Kolumbiens kennenlernen kann und denken, dass man einen Abstecher in das Valle de Cocora nicht bereuen wird. 


Das Wandern im Valle de Cocora und die beeindruckenden Wachspalmen zählen definitiv zu unseren Highlights in Kolumbien. Wir können einen Stopp in Salento nur jedem Reisenden durch Kolumbien sehr ans Herz legen!


 Hast du auch schon eine Wanderung durch das Valle de Cocora unternommen? Oder suchst du noch nach Inspiration für deine Kolumbienreise? Erzähl es uns doch in den Kommentaren! 

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Mehr Reisetipps für Kolumbien

Ganze zwei Monate reisten wir kreuz und quer durch Kolumbien und waren einfach begeistert. Hier findest du noch mehr Reisetipps und Inspiration für Kolumbien.

  • Unser Kolumbien Backpacking Guide gibt dir einen tollen Überblick über alle Orte, die wir besucht haben und wichtige Tipps für deine Reise nach Kolumbien.
  • Wenn du gerne wanderst, dann lies auch unseren Reisebericht über das kleine Minca an der Nordküste von Kolumbien.
  • Um zu erfahren, wie du nach Salento kommst, schau mal in unseren Transportguide für Kolumbien mit spannenden Routenvorschlägen.
  • Weitere Naturhighlights warten auf dich. Besonders gut haben uns die Tatacoa Wüste sowie der Tayrona Nationalpark gefallen. In beiden kann man auch prima wandern gehen.
  • Natur pur gibt es natürlich im Amazonas. Erfahre bei uns, was man alles in der Amazonasstadt Leticia unternehmen kann und in einem eigenen Bericht, was dich bei einer Tour auf dem Amazonas von Kolumbien erwartet.
  • Was kostet eine Rundreise durch Kolumbien? Dieser Frage widmen wir uns in einem eigenen umfangreichen Artikel.
Zusammenfassung
Riesige Palmen, Wandern und Kaffee in Salento und Valle de Cocora
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Riesige Palmen, Wandern und Kaffee in Salento und Valle de Cocora
Beschreibung
Das Valle de Cocora mit seinen beeindruckenden Wachspalmen liegt direkt bei Salento. Lese unsere Tipps zu Essen, Übernachtung und Sehenswürdigkeiten!
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Worldonabudget
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