Home Dänemark Kopenhagen on a budget

Kopenhagen on a budget

by Marie

„Es muss nicht immer das andere Ende der Welt sein“, dachte ich mir Ende Oktober und schnappte mir meine Schwester, um Kopenhagen, in unserem hyggeligen Nachbarland Dänemark, einen Besuch abzustatten. Unverschämt günstige Flüge für nur 10 Euro hin und zurück waren, Ryanair sei dank, schnell gefunden und eine nette Unterkunft konnten wir über Airbnb im Stadtteil Christianshavn auftreiben. Kopenhagen analog vegan lighthouseFür die unter euch, die sich bisher immer von dem immensen Preisniveau Kopenhagens abschrecken ließen, habe ich hier ein paar geldbeutelfreundliche Tipps zusammengestellt, denn ein Besuch der zufriedensten Stadt der Welt lohnt sich allemal und hinterlässt ein bleibendes Glücksgefühl. Versprochen!

Absolut empfehlenswert in Kopenhagen:

Free Walking Tour

Copenhagen Statue historyDer beste Weg eine Stadt zu erkunden ist: laufen, laufen, laufen. Da wir uns im Vorfeld der Reise recht wenig informiert hatten, kam uns die Free Walking Tour gerade recht . Bei diesen Touren führen einen waschechte Kopenhagener durch ihre Stadt, erzählen Anekdoten, und zeigen ihre persönlichen Lieblingsplätze. So erhält man auch Einblicke abseits der Touristenpfade und kann sich Tipps aus erster Hand holen. Und das Beste: alles komplett kostenlos. Natürlich freuen sich die Guides über ein kleines Trinkgeld am Ende der Tour.

Christiania

Die Freistadt Christiania ist eine alternative und autonome Wohnsiedlung und gleicht einer Stadt in der Stadt. Bunt bemalte Häuser, architektonisch verrückte Konstruktionen und jede Menge Hippies zeichnen diesen Stadtteil aus. Tritt man durch das Tor fühlt man sich wie auf einem Festival. Anarchische Züge nimmt dieser Stadtteil Kopenhagens auf der Pusher Street an, auf der vermummte Gestalten Haschisch verkaufen. Sonntags gibt es vor dem Café Nemoland Gratiskonzerte, die man am besten mit einem Christiania Bier (natürlich wird in Christiania auch eigenes Bier gebraut) genießt.

Nørrebro und die Jægersborggade

Kopenhagen analog TivoliNørrebro ist besonders bei jungen und hippen Kopenhagenern beliebt. Zahlreiche Cafés, Bars und Vintage-Läden reihen sich hier aneinander. Besonders zu empfehlen ist das Schlendern durch die Jægersborggade, die ebenfalls eine hohe Dichte an Galerien, Cafés, Bars und netten Lädchen aufweist. Da sich meine Schwester vegan ernährt, haben wir einen Stopp bei Astrid och Aporna Spiseri eingelegt. Dort kann man leckere vegane Burger und Hotdogs zu ziemlich fairen Preisen schlemmen.

Ebenfalls sehr empfehlenswert ist simpleRaw (Oehlenschlægersgade 12 oder Grabrodretorv 9) Dort werden roh vegane Speisen angeboten. Die Kuchen dort sind ein Gedicht und mein kulinarisches Highlight dieser Reise!

Tivoli

Tivoli Gardens KopenhagenDirekt neben dem Hauptbahnhof befindet sich ein Freizeitpark, das Tivoli. Michael Jackson soll einmal eine schwindelerregende Summe zum Kauf dieses Vergnügungsparkes geboten haben. Kaum verwunderlich, denn das Tivoli entführt einen, im Herzen Kopenhagens, in eine surreale, künstlich erschaffene Welt. Der nicht ganz günstige Eintrittspreis von ungefähr 13 Euro (natürlich ohne Achterbahnfahrten) lohnt sich trotzdem. Am Eingang erhält man eine Karte, die man, sollte einen die Achterbahnlust überkommen, bequem an einem Automaten aufladen kann, um mit diesem Guthaben sich auf eine der Attraktionen zu stürzen. Normalerweise ist das Tivoli von Mitte April bis Ende September geöffnet. Wir hatten Glück, dass der Freizeitpark auch in den Wochen um Halloween geöffnet ist und sich seinen Besuchern in einem schaurig schönen Gewand präsentiert.

Das kann man sich in Kopenhagen auch sparen:

Die kleine Meerjungfrau

Weniger überzeugen konnte mich hingegen die kleine Meerjungfrau, die, auch nach dem Guide unserer Tour, eines der „überschätztesten Wahrzeichen“ sein soll. So ist die sehr! kleine Meerjungfrau stets von einer Horde Touristen umringt, die begierig darauf warten ein Foto neben dieser sehr! kleinen Statue schießen zu können. Natürlich gehört der Besuch der kleinen Meerjungfrau bei einem Besuch Kopenhagens irgendwie dazu, man sollte sich jedoch nicht zu viel davon versprechen.

Der Meatpacking District

Im Vorfeld hatte ich gelesen, dass der Meatpacking District der Bezirk mit den coolsten Bars und Restaurants in Kopenhagen sein soll. Angesagt sind die Lokalitäten, da wir, beim Betreten eines Restaurants, recht unwirsch gebeten wurden uns in eine Schlange einzureihen, um uns in eine Warteliste für einen Platz an der Bar einzutragen. Nach dem gefühlt 10. Anlauf einen Hocker in einer der Bars zu ergattern, sind wir bei Mother gelandet. Dort konnten wir uns zumindest ein Plätzchen im Wartebereich erkämpfen. Die Pizza dort soll, wie wir uns sagen ließen, ausgezeichnet sein. Vielleicht war der enttäuschende Abend im Meatpacking District auch ein typischer Fall von „zur falschen Zeit am falschen Ort“.

** Die rauschigen Fotografien entspringen der Analogkamera Diana Mini **

Zusammenfassung
Kopenhagen on a budget
Artikelname
Kopenhagen on a budget
Beschreibung
Gemeinsam mit ihrer Schwester hat Marie im Oktober 2015 Kopenhagen besucht und gibt nützliche Tipps, wie du dort mit einem geringem Budget auskommst.
Autor
Erschienen auf
Worldonabudget
Logo

4 comments

Avatar
Pia & Cris 8. Oktober 2016 - 9:03

Hey ihr zwei,

der Tipp mit den Free Walking Tours ist super. Kopenhagen steht auch auf unserer weiteren Reiseliste. Wir sind total von den skaninavischen Ländern begeistert und Kopenhagen sowie Oslo fehlen uns noch.
Von Christiania haben wir gehört. Ihr schreibt das mit den Haschisch verkauf, ist es wirklich so schlimm wie wir gehört haben? Eigenes Bier klingt immer super, hoffentlich auch bezahlbar. Der Alkohol in Dänemark ist ja nicht gerade dafür bekannt günstig zu sein.
Die lange Warterei haben wir auch schon von Bekannten gehört, soll normal sein. Der Kampf um einen Warteplatz allerdings weniger. War vielleicht wirklich nur zur falschen Zeit am falschen Ort.

Liebe Grüße
Pia & Cris

Reply
Marie
Marie 9. Oktober 2016 - 1:37

Huhu Pia und Cris,

die Tours sind super und in eigentlich jeder größeren Stadt kann man ganz leicht welche finden. Kopenhagen wird euch bestimmt gefallen! Ich war ganz begeistert und könnte mir sogar vorstellen dort einige Zeit zu leben (kann ich mir leider nur nicht leisten 😀 ). Ich möchte unbedingt nochmal im Frühling oder Sommer zurück. Da ist ja alles immer noch schöner!
Christiania hat mir auch richtig gut gefallen. Der Verkauf findet hauptsächlich auf einer Straße statt. Es ist schon etwas befremdlich, da die Verkäufer in kleinen Buden mit Tarnnetzen darüber sitzen und selbst Tarnmasken tragen. Man wird jedoch nicht belagert und ansonsten ist die Stimmung dort eher freundlich und ein bisschen wie auf einem Festival. Das Bier dort ist im Verhältnis auch nicht übertrieben teuer (weiß allerdings nicht mehr genau wie viel das geskostet hat). Ich glaube, dass die Bars im Meatpacking District einfach nicht so meine Welt sind, oder sich eher zum Essen eignen. Ich wollte eigentlich in einer etwas abgeranzten Umgebung ein Bierchen trinken und dachte nicht, dass es dort eher schicker zugeht. Ich hoffe ihr schafft es bald in diese hyggelige Stadt!

Liebe Grüße
Marie

Reply
Avatar
Patricia 21. November 2016 - 22:10

Sehr schöner Artikel und super hilfreich! Fliege im Januar für 2 Tage und muss schauen, dass ich das Wichtigste sehe 🙂
Danke für die Tipps! 🙂

Liebe Grüße
Patricia

Reply
Marie
Marie 21. November 2016 - 22:15

Hey Patricia,

ganz viel Spaß wünsche ich dir! Kann dir dafür sehr die Free Walking Tour empfehlen. Da bekommt man schon einmal einen tollen Überblick und hilfreiche Infos von Einheimischen.

Liebe Grüße
Marie

Reply

Leave a Comment