Home Die große Reise Was du über Kuba wissen musst – Tipps für deine individuelle Rundreise

Was du über Kuba wissen musst – Tipps für deine individuelle Rundreise

by Marie

Zum Start unserer Reise verbrachten wir 3 Wochen auf Kuba. Wir hatten uns schon tierisch auf die Karibikinsel gefreut, da wir ganz gespannt waren auf ein Land voller Sonnenschein und Kultur. Im Nachhinein blicken wir mit gemischten Gefühlen auf unsere Zeit in Kuba zurück. Unvergessliche Erlebnisse und unvergessbare Ärgernisse prägen unsere Erinnerungen. Wenn ihr auch eine Reise nach Kuba planen solltet, könnt ihr in dieser kleinen Übersicht erste Informationen zu einer möglichen Route und zu den Besonderheiten des wirklich außergewöhnlichen Landes erfahren.


Unsere Route für drei Wochen auf Kuba

Für gerade einmal 250 € inklusive Ausreisesteuer und Touristenvisum hatten wir Flüge nach Varadero ergattern können. Da wir beide nicht so scharf auf einen längeren Aufenthalt in Varadero, das bekannt für seine Pauschaltouristen ist, hatten, nahmen wir noch an unserem Ankunftstag einen Nachtbus nach Santiago de Cuba.


Rundreise auf Kuba Stopp #1 Santiago de Cuba

Blick auf Santiago de Cuba Viel kann man zu dieser, anscheinend heißesten Stadt Kubas nicht sagen. Sie ist heiß, sehr heiß, verfügt über eine ansehnliche Menge an Kolonialbauten und liegt nicht weit vom Strand entfernt. Viele Reisende lassen Santiago de Cuba, das auch bekannt für seine zahlreichen Gauner ist, ganz aus. Wir wählten Santiago de Cuba jedoch als Ausgangspunkt, um in das weiter östlich gelegene Baracoa zu kommen.


Rundreise auf Kuba Stopp #2 Baracoa

Natur in Baracoa auf Kuba unser ReiseberichtBaracoa ist ein gemütliches Dorf an der Küste und liegt am östlichsten Rand Kubas. Bekannt ist Baracoa auch für seine einzigartige Küche, die sich vom sonstigen eher einfältigen Essen Kubas abhebt. Unsere Zeit in Baracoa verbrachten wir am Strand und mit Ausflügen in die Natur. Der Besuch des Nationalparks Majayara und die Besteigung des El Yunque sollte man sich bei einem Baracoabesuch nicht entgehen lassen.

Die Anreise nach Baracoa ist etwas mühsam, da der Ort ganz im Osten Kubas liegt. Allerdings lohnt sich ein Besuch sehr, da man hier nochmals eine andere Seite der Insel kennenlernt und Baracoa einer unserer liebsten Stopps bei unserer dreiwöchigen Kuba Rundreise geworden ist.


Rundreise auf Kuba Stopp #3 Trinidad

Trinidad Kuba Backpacking Reise Reisebericht KaribikVon Baracoa verschlug es uns in das schöne und touristische Trinidad. Hier trifft die Vergangenheit auf die Gegenwart und man kann auf Kopfsteinpflaster zwischen bunten Kolonialhäusern und zahlreichen Pferdekutschen flanieren. Ein Besuch am Playa Ancon ist eine wohltuende Erfrischung, um der Hitze der Stadt zu entfliehen, während der Aufstieg zum Radiosendeturm eher schweißtreibend ist. Oben wird man jedoch mit einer tollen Aussicht belohnt.


Rundreise auf Kuba Stopp #4 Valle de Viñales

Blick auf das Valle de Vinales in Kuba. Unser Reisebericht.Nach Trinidad bestaunten wir im Valle de Viñales bizarre Landschaften und einzigartige Karstformationen. Wandern und entspannen kann man in dem kleinen Dorf ausgezeichnet. Zahlreiche Restaurants bieten innovative Speisen an, die sich von der sonstigen Küche abheben. Besonders lecker ist das Kaninchen in Schokoladensauce im El Olivo.


Rundreise auf Kuba Stopp #5 Havanna

Capitolio und Oldtimer in Kubas Hauptstadt Havanna. Unser Reisebericht.Eine ganze Woche verbrachten wir in der schillernden Hauptstadt Kubas. Dort gibt es aber auch wirklich viel zu entdecken. Neben zahlreichen Museen und Denkmälern bietet Havanna eine einzigartige Kulisse mit Häusern unterschiedlichster Baustile und den bunten Oldtimern, die durch die Straßen rollen. Das Fortaleza de San Carlos de la Cabaña ist ein lohnender Ausflug und das darin befindliche Che Guevarra Museum ist ebenfalls einen Besuch wert. Die besten Restaurants des Landes und das bunteste Nachtleben sowie sogar ein chinesisches Viertel kann man ganz einfach per Fuß erkunden.


Gruppenreise nach Kuba

Wenn du Kuba gerne besuchen möchtest, aber noch nicht weiß, wo du mit der Planung anfangen sollst, ist eine organisierte Gruppenreise mit BackpackerPack* eine gute Möglichkeit für dich, um Land und Leute kennenzulernen.

Für 699 Euro bist du 8 Tage lang durch Kuba unterwegs und musst dir keine Gedanken um die Organisation machen. Im Preis innbegriffen sind die Übernachtungen, alle Transporte und Aktivitäten sowie ein erfahrener Tourguide.

Hier* kannst du mehr über die 8-tägige Reise durch Kuba erfahren.


Transport auf Kuba

Transport und Routen auf Kuba mit dem Bus, dem Colectivo und Taxi Das Busnetz auf Kuba ist ausgezeichnet ausgebaut. Neben den Touristenbussen von Viazul kann man auch ein Taxi Colectivo nehmen, welches meistens erst losfährt, wenn es komplett voll ist. Die Colectivos werden einem eigentlich überall angeboten. Auch hier lohnt es sich zu verhandeln. Preislich ist der Transport nicht gerade günstig und stellte einen der größten Kostenpunkte auf unserer Reise dar.  Die Busse sind recht komfortabel, jedoch auf eine Temperatur nahe dem Nullpunkt heruntergekühlt, sodass das Mitnehmen von warmer Kleidung empfehlenswert ist. Online kann man die Busse von Viazul bis zu einer Woche vorher reservieren. Neben Viazul gibt es noch andere  Busunternehmen, die ofiziell nicht von Touristen genutzt werden dürfen. Wir haben dies nie selbst überprüft, jedoch andere Reisende getroffen, die auch mit diesen Bussen gefahren sind. Spanischkenntnisse sind dabei natürlich von Vorteil.


Unterkünfte finden auf Kuba – die Casas Particulares

Unterkünfte auf Kuba. Der blaue Anker ist das Zeichen für die Privatunterkünfte und Homestays auch Casas Particulares genannt.Neben Hotels, die uns recht teuer erschienen, kann man bei zahlreichen Privatpersonen in Gästezimmern übernachten. Die sogenannten Casas Particulares erkennt man leicht an dem Symbol des blauen Ankers. Hier gibt es von der Ausstattung und vom Preis große Unterschiede. Wir haben meistens zwischen 15 und 25 € pro Nacht und Zimmer bezahlt. Die Casas bieten auch Frühstück an, welches meist zwischen 3,50€ und 7€ kostet. Wir haben jedoch immer bei den Straßencafeterien gefrühstückt und dort ca. 50 ct pro Person bezahlt. Reservieren muss man, aufgrund des großen Angebotes, eigentlich nicht. Wer dies trotzdem will kann das beispielsweise hier machen.


Essen auf Kuba – abwechslungsreicher als gedachtEssen auf Kuba traditionelle Gerichte und Strassensnacks wie hier die Peso Pizza

Wie bereits angeklungen ist das Essen auf Kuba wenig abwechslungsreich. Die Restaurantkultur befindet sich jedoch in einem Wandel und immer mehr privat geführte Restaurants konkurrieren um Kundschaft. Hervorragendes Essen zu angemessenen Preisen sowie gigantische Portionen in einem einzigartigen Ambiente bietet das Los Nardos in Havanna. Kleine Snacks und Frühstück kann man an den kleinen Cafeterias am Straßenrand kostengünstig erwerben und eine Peso Pizza ist eine günstige und fettige Alternative um satt zu werden.


Geld auf Kuba – die zwei Währungen

Geld auf Kuba die Handhabung der beiden Währungen unsere AnleitungDas befremdlichste zu Beginn unseres Aufenthaltes waren die zwei Währungen, die es auf Kuba gibt. Offiziell gibt es den CUC, der sich an dem Dollar-Kurs orientiert sowie CUP, die nationale Währung. Ein CUC war bei unserem Aufenthalt 25 CUP wert. Es lohnt sich beide Währungen zu benutzen, da man viele Waren wie auch Wasser nur in CUC bezahlen kann. Durch die Benutzung der nationalen Währung CUP eröffnet sich ein immenses Sparpotential. CUPs, auch moneda nacional genannt, kann man leicht in den Wechselstuben (Cadeca) tauschen.


Internet auf Kuba

Internet auf Kuba so organisiertst du dir wlan auf der InselZugang zum Internet zu finden ist auf Kuba mittlerweile kein Hexenwerk mehr. Große Hotels bieten dies an, oder man erwirbt Zugangsdaten beim Anbieter ETECSA, mit welchem man das WIFI auf öffentlichen Plätzen und in Parks nutzen kann. Auch diese erkennt man leicht an der großen Menge an Menschen, die auf ihr Smartphone starren. Eine Stunde Internet bei ETECSA kostete bei unserem Aufenthalt 2 CUC. Man muss jedoch beim Erwerb der Internetkarten mit langen Warteschlangen rechnen. Eine andere Möglichkeit ist es die Karten an einem der Hotspots zu erwerben. Dort werden sie von zahlreichen Kubanern für ca. 3 CUC verkauft.


Kosten einer Reise auf Kuba

Infografik zu unseren Kosten in KubaKuba ist kein günstiges Reiseland. Unterstützt durch die zwei Währungen werden viele touristische Angebote wie Eintritte, Transporte, Übernachtungen oder Essen in Restaurants recht teuer. Sparen kann man, wenn man dort isst, wo die Einheimischen auch essen und sich nicht beim Preis übers Ohr hauen lässt. Wir haben in den drei Wochen knapp 195 € pro Person für Essen ausgegeben. Die Möglichkeit selbst zu kochen hatten wir leider nie, jedoch haben wir meist an Straßenständen gegessen und somit Geld eingespart. Insgesamt haben wir für die komplette Dauer von drei Wochen ca. 670 € pro Person ausgegeben.


Ist das Reisen auf Kuba gefährlich?

Kuba gilt als ein sehr sicheres Reiseland. Oftmals sind wir nachts im Dunkeln durch die Straßen geschlendert ohne, dass wir uns unsicher gefühlt hätten. Auch für allein reisende Frauen gilt Kuba als sicher. Man sollte sich jedoch auf zahlreiche Anvancen von heiratswilligen KubanernInnen gefasst machen. Gaunereien sind jedoch an der Tagesordnung. Auch wurde uns von anderen Reisenden berichtet, dass diese im Hotel bestohlen wurden. Uns ist jedenfalls nichts abhanden gekommen.


Wermutstropfen

Kuba ist anstrengend und dies liegt an den Bewohnern dieses schönen Fleckchens Erde. Dies mag sich nun vielleicht ein wenig zu harsch anhören, jedoch fühlten wir uns oftmals wie wandelnde Geldquellen, die man gerne und oft mehr oder weniger erfolgreich verarscht. Freundlichkeit erlebten wir recht selten ohne Hintergedanken.

Die zahlreichen Schlepper, die einen ganz nett zu einer Unterkunft oder einem Restaurant führen wollen, erhalten nach einer erfolgreichen Vermittlung eine saftige Provision, die auf die Rechnung des Gastes aufgeschlagen wird. So extrem hatten wir ein solches Verhalten noch nie erlebt und bei unserer Ankunft in Mexiko mussten wir erst wieder die Skepsis gegenüber Fremden ablegen, die sogar ohne finanzielles Interesse mit uns Kontakt aufnehmen wollten.

Natürlich ist es verständlich, dass man im Tourismus eine gute Geldquelle entdeckt und es gehört bei der Reise in ein solches Land schlichtweg dazu als Tourist mehr zu bezahlen.

Gestört hat uns dabei hauptsächlich die Art und Weise, wie dies geschehen ist und die Unverhältnismäßigkeit dieser Geschäftemacherei.

Strasse in Centro Havanna Reisebericht KubaKuba ist auf jeden Fall eine Reise wert und ein unvergleichliches Land. Kulturell und landschaftlich bietet die Insel eine Fülle an Entdeckungsmöglichkeiten. Auch für Backpacker mit kleinerem Budget ist eine Reise nach Kuba durchaus möglich und dank des engmaschigen Busnetzes kann man das Land auch super ohne Mietauto bereisen. Die Eindrücke aus Kuba werden mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Ob ich jedoch wiederkommen werde, mag ich zumindest in näherer Zukunft bezweifeln.


 Hast du noch hilfreiche Tipps parat, die man bei einer Reise nach Kuba wissen sollte? Wir freuen uns auf deine Anregungen, Ideen und Fragen in den Kommentaren!   

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken


Mehr Reisetipps für Kuba


Hinweis: Hierbei handelt es sich um einen Werbelink, d.h. wir erhalten eine Provision, wenn du über diesen Link etwas kaufst. An deinem Preis ändert sich dadurch nichts und du unterstützt uns bei unserer Arbeit an Worldonabudget. Ganz lieben Dank dafür! Hier kannst du mehr erfahren.

Zusammenfassung
Was du über Kuba wissen musst
Artikelname
Was du über Kuba wissen musst
Beschreibung
Eine Zusammenfassung über unsere Zeit in Kuba mit Tipps zu den Themen: Route, Unterkünfte, Essen, Geld, Transport, Internet, Sicherheit und Kosten.
Autor
Erschienen auf
Worldonabudget
Logo

Noch mehr Lesefutter

4 comments

Avatar
Kallasch 23. Oktober 2016 - 18:17

Schöner Bericht. Genau nach sowas hatte ich gesucht.

Zu den Kosten schreibt ihr Kuba sei kein günstiges Reiseland. Das kann ich aufgrund eurer Schilderungen nachvollziehen. Aber im Fazit heisst es dann wieder Kuba würde sich auch für Backpacker mit kleinerem Budget eignen. Das widerspricht der ersten Feststellung und eigentlich auch der Beschreibung ein wenig, finde ich.

Hat sich eure Sicht auf den Kuba-Aufenthalt inzwischen, nachdem ihr weitere Länder bereist hat, geändert?

Reply
Marie
Marie 23. Oktober 2016 - 23:19

Hallo Kallasch,

freut mich, dass dir der Bericht weiterhelfen konnte! Kuba ist eindeutig teurer als andere Reiseländer, jedoch ist das Bereisen mit Backpacker-Budget nicht unmöglich, wenn man bereit ist ein paar Abstriche zu machen. Im Vergleich zu unseren anderen Reisezielen bekommt man weniger geboten für sein Geld.

Unsere Sicht hat sich eher bestätigt. Überall sonst waren die Menschen freundlicher, das Essen leckerer und die Geschäftstüchtigkeit bei weitem nicht so ausgeprägt.

Liebe Grüße
Marie

Reply
Avatar
Sarah 29. Dezember 2016 - 10:29

Kuba war schon immer eins von den Ländern wo ich unbedingt mal hin wollte, wenn auch nur für 1 oder 2 Wochen. Alleine um schon diese typischen Autos und alles zu sehen.
Euer Flug war ja total günstig, ich dachte immer man bezahlt im Schnitt so um die 600+/-.
Bei eurer Beschreibung zu den Menschen musste ich sofort an Thailand denken, genau so haben wir uns dort die ganze Zeit gefühlt.

Reply
Marie
Marie 30. Dezember 2016 - 0:58

Ohja Kuba ist trotz unseren durchmischten Erfahrungen dort auf jeden Fall eine Reise wert. Habe bisher kein Land besucht, das auch nur ansatzweise vergleichbar wäre.

Interjet bietet immer wieder ziemlich gute Deals an. Da Brüssel auch nicht so weit von unseren Wohnorten entfernt ist, lohnt es sich auf jeden Fall auch im Nachbarland zu schauen.

Wie schade, dass ihr auch solch eine Erfahrung machen musstet. Es ist einfach kein gutes Gefühl als Cashcow behandelt zu werden. Natürlich kann ich auch die Menschen verstehen, die in uns eine gute Geldquelle sehen. Es kommt halt auch immer auf die Art und Weise an wie und in welcher Häufigkeit sowas betrieben wird. Wir waren gegen Ende einfach nur noch angenervt, weil nahezu jedes Gespräch nur darauf hinauslief, dass wir etwas kaufen sollen.

Liebe Grüße
Marie

Reply

Leave a Comment